AOD-Reisli 19.09.2015

Bei kühlem, aber schönem Wetter starteten wir unsere Reise 07.30 Uhr beim Gruppen-Treffpunkt im HB.  Bereits 08.02 Uhr fuhren wir mit dem Zug in Richtung Bern. Als wir in Bern umsteigen mussten, wussten wir, dass wir sehr wenig Zeit hatten. Da die Gruppenplätze im hintersten Wagen reserviert wurden und wir dann in einer der vordersten Wagen vom neuen Zug hätten umsteigen müssen. Da nicht alle zu Fuss so fit waren, entschloss sich eine Gruppe, rechtzeitig in den Zug zu steigen, bevor uns dieser vor der Nase weg fährt. Gesagt getan – nur leider haben wir dann gemerkt (ich gehörte auch dieser Gruppe an), dass eine Lok in der Komposition dazwischen war, so dass wir nicht mehr zu den anderen kommen konnten. Gut gibt es in der heutigen Zeit Handys und wir konnten so der anderen Gruppe mitteilen, dass wir zwar im Zug sassen, aber halt in einem anderen Wagen. Als dann noch geklärt war, bei welchem Interlaken wir aussteigen mussten, waren wir ab dann wieder eine Gruppe.

Was wäre eine Vereinsreise, wenn es nicht ein bisschen Action gibt. Oder?

 

Wir kamen dann 10.21 Uhr gut in Brienz an und hatten noch genügend Zeit, um uns bei einem Kaffee und Gipfeli im Restaurant neben der Bahn zu stärken – welches gerade den Tagesumsatz mit uns drin hatte. Als wir dann unsere tolle Lok mit dem Salon-Rouge Wagen besteigen konnten, wurde es schnell gemütlich – auch u. a. wegen den „grosszügigen“ Platzverhältnissen. Um 11.10 Uhr nahmen wir das Brienzer-Rothorn im Gershwin-Takttempo unter die Räder. Mit dabei, eine Lok mit Baujahr 1891/1892, Salon Rouge – Bahnanhänger, Besatzung 3 Mann und zwei Frauen, 300 kg Kohle, 2000 Liter Wasser sowie unsere Wenigkeit von 30 Personen. Wir hatten super Wetter, die Aussicht wurde immer grandioser, je höher wir kamen. Kurz nach der Abfahrt wurden wir bereits mit Wein/Mineral und Minigemüse mit Cocktailsauce verwöhnt.

Bei der Zwischenstation Planalp gab es dann einen Halt, wo wir aussteigen durften und mit einem Heizerwürstchen sowie Zahnstangenbrot verköstigt wurden.  Der Clou war, dass die Heizerwürstchen im eingebauten Topf bei der Lok heiss gemacht wurden.

Mit aufgefülltem Wasser (bei der Lok) & Mägen ging es weiter, bis wir ca. um 12.45 Uhr dann das Rothorn Kulm erreicht haben,

u. a. mit interessanten Erlebnissen im Gepäck: „Hatten wir bereits zu viel Wein getrunken, oder standen die Häuser wirklich schräg?“ oder „Versuch es mal mit Nein“…etc. Uns ging also der Gesprächsstoff nicht aus und auch hatten wir in dieser Zeit noch zwei Ansichtskarten für unsere daheimgebliebenen Gspänli schreiben können. Denn beide – Heidi & Helena – konnten nicht dabei sein, weil Sie gesundheitlich angeschlagen waren.

Nun hatten wir 35min Zeit, um Rothorn Kulm sowie dessen Steinböcke sowie die grandiose Aussicht ins Tal zu suchen und zu bewundern. Auch ein WC-Halt durfte natürlich nicht fehlen. Bereits um 13.28 Uhr fuhren wir wieder gutgelaunt talwärts. Das neu eingeladene Mittagsmenu: Rindsfiletwürfeli mit Speck an Rosmarinspiessli mit Kartoffelstock, wurde umgehend serviert, damit es nicht kalt wurde. Das Essen schmeckte toll – aber ehrlich gesagt – mengenmässig war es sehr wenig, wenn man einen gesunden Appetit besass.

Besonders lässig war dann noch der Halt, nach der Zwischenstation. Es war ein romantisches Plätzchen mit wiederum grossartiger Aussicht.

Dort genossen wir einen kleinen Schoko-Kuchen im Terrakotta-Gefäss (Wie ein Blüemli) und dazu einen Kaffee – wer wollte – mit Grappa.

Um 15.30 Uhr waren wir wieder in Brienz angekommen. Da wir noch einwenig Zeit hatten, haben ein paar wieder ein Restaurant unsicher gemacht. Anschliessend ging es via Brünnig mit der Schmalspurbahn bis nach Luzern und von dort aus mit dem Zug wieder zurück in den HB Zürich. Um 18.56 Uhr gab es noch eine kurze Verabschiedung und unsere tolle Reise war zu Ende! Herzlichen Dank an unseren Organisator, Hansruedi Frehner – und natürlich an Silvia. Wie heisst es so schön, ein Mann braucht immer eine starke Frau im Hintergrund… 🙂

 

Die Reiseberichtreporterin – Manuela Galimberti